21. Episode: Wenn KI nicht entlastet, sondern neue psychische Belastungen erzeugt

Shownotes

In dieser Episode von Denkstoff kompakt spricht Prof. Dr. Clemente Minonne über eine psychologische Dimension technologischer Transformation, die in vielen Diskussionen rund um Industrie 5.0 bislang erstaunlich wenig sichtbar ist: die mentale Belastung in der Zusammenarbeit zwischen Menschen und kollaborativen physischen Robotern; sogenannten Cobots. Ausgangspunkt ist eine aktuelle systematische Review-Studie von Bassi et al. (2025), welche 46 Untersuchungen zur Human-Cobot Kollaboration analysiert. Die Episode zeigt, dass Cobots zwar körperliche Belastungen reduzieren können, gleichzeitig jedoch neue psychologische Anforderungen entstehen: erhöhte Aufmerksamkeit, permanente Überwachung, mentale Dauerkoordination, Unsicherheit sowie subtiler Stress durch Geschwindigkeit, Nähe und Vorhersagbarkeit intelligenter Systeme. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie sich industrielle Arbeit psychologisch verändert, wenn Menschen nicht mehr neben klassischen Maschinen, sondern gemeinsam mit intelligenten, adaptiven Robotersystemen arbeiten. Die Episode beleuchtet, weshalb Belastung nicht einfach verschwindet, sondern zunehmend von körperlicher auf kognitive und emotionale Ebenen wandert. Zudem wird diskutiert, weshalb „Human Centricity“ in Industry 5.0 deutlich anspruchsvoller ist, als es viele strategische Zukunftsbilder suggerieren. Nicht technologische Leistungsfähigkeit allein entscheidet über gute Arbeit, sondern die arbeits- und organisationspsychologische Gestaltung dieser neuen Mensch-Maschine-Kooperationen. Sein persönliches Fazit: Die eigentliche Herausforderung intelligenter Arbeitswelten liegt nicht primär darin, wie leistungsfähig Maschinen werden, sondern darin, ob Organisationen lernen, die psychologischen Folgen dieser Technologien ernst zu nehmen. Die Zukunft der Arbeit entscheidet sich deshalb nicht nur an technologischer Innovation, sondern an der Fähigkeit, menschliche Aufmerksamkeit, Vertrauen, mentale Belastung und Wohlbefinden nachhaltig gestaltbar zu halten. Quelle: Bassi, G., Orso, V., Salcuni, S., & Gamberini, L. (2025). Understanding workers’ well-being and cognitive load in human-cobot collaboration: Systematic review. Journal of Medical Internet Research, 27, e75658. https://doi.org/10.2196/75658

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00:00:14: Willkommen bei Denkstoff.

00:00:15: Kompakt, kurz Impulse zur Psychologie in digitalen Wandel.

00:00:20: Mein Name ist Clemente Minonne und hier geht es um das was Menschen, Organisationen und Technologie verbindet.

00:00:29: Jenseits von Buzzwords wissenschaftlich fundiert und nah an der Praxis.

00:00:35: Bereit für neuen Denkstoff?

00:00:37: Dann lass uns loslegen!

00:00:42: Liebe Community, worum geht es heute?

00:00:46: Diese Episode basiert auf einer aktuellen systematischen Review-Studie erst im Jahr zwanzig, fünfundzwanzig.

00:01:01: Im Zentrum stehen sogenannte Kobots – also kollaborative Roboter Physische Maschinen, die nicht mehr hinter Schutzgittern arbeiten, nicht mehr abgeschirmt von Menschen sondern direkt gemeinsam mit Menschen im selben Arbeitsraum.

00:01:19: Und vielleicht ist genau das bereits bemerkenswert?

00:01:23: Denn hier geht es nicht um reine Software!

00:01:27: Nicht um sogenannte Chat- wie Cloud, Gemini oder GPT.

00:01:34: Also nicht um virtuelle KI-Assistenten auf einem Bildschirm sondern um physische Maschinen Roboterarme.

00:01:41: Bewegliche industrielle Systeme die sich tatsächlich neben Menschen bewegen mit ihnen gemeinsam greifen montieren koordinieren oder Bauteile bearbeiten.

00:01:52: und genau dadurch verändert sich auch die psychologische Qualität der Interaktion Den plötzlich begegnen Menschenmaschinen nicht mehr nur virtuell digital, sondern räumlich körperlich bewegungsnah.

00:02:07: Und genau hier beginnt eine völlig andere formtechnologische Erfahrung Denn über Jahrzehnte hinweg war industrielle Arbeit stark durch körperliche Trennung gepägt Hier der Mensch dort die Maschine Hier menschliche Flexibilität Dort technische Präzision und Geschwindigkeit Hier soziale Dynamik, dort mechanische Wiederholung.

00:02:33: Liebe Community!

00:02:35: Nun beginnt diese Grenze langsam zu verschwimmen.

00:02:38: Maschinen reagieren auf Menschen.

00:02:40: Menschen reagieren auch auf Maschienen.

00:02:43: Beide bewegen sich gleichzeitig im selben Raum, koordinieren sich, beachten sich, passen sich gegenseitig an.

00:02:52: und genau hier beginnt etwas dass weit über klassische Automatisierung hinausgeht.

00:02:58: Denn plötzlich geht es nicht mehr nur um Technik, sondern um Zusammenarbeit!

00:03:04: Vielleicht lohnt sich an dieser Stelle gleich eine erste Miniscene?

00:03:12: Frühschicht Eine Produktionshalle.

00:03:15: Man hört rhythmische Bewegungen Kurze metallische Geräusche Förderbänder Motoren Ein gleichmäßiger industrieller Takt.

00:03:26: Zwischen mehreren Arbeitsstationen bewegt sich ein Mitarbeitender.

00:03:31: Neben ihm ein kollaborativer Roboterarm, kein Schutzzaun keine Sicherheitskabine.

00:03:38: die Maschine stoppt wenn sich der Mensch nähert sie fährt weiter wenn der Arbeitsbereich frei wird Sie greift Bauteile dreht sich positioniert Komponenten Und zunächst wirkt alles fast harmonisch, fast elegant.

00:03:56: Mensch und Maschine arbeiten scheinbar gemeinsam – doch im Hintergrund passiert noch etwas anderes!

00:04:04: Der Mitarbeiter, die beobachtet permanent nicht bewusst angespannt, nicht dramatisch aber kontinuierlich aufmerksam.

00:04:14: Bewegt sich der Roboter korrekt?

00:04:16: Kommt er zu nahe?

00:04:18: reagiert er rechtzeitig, läuft der Ablauf stabil bleibt genug Zeit für den nächsten Schritt und irgendwann entsteht etwas das in vielen Technologiediskussionen erstaunlich wenig sichtbar wird.

00:04:32: Nicht körperliche Erschöpfung sondern mentale Daueraufmerksamkeit Liebe Community.

00:04:43: Genau hier wird diese Studie Arbeits- und Organisationspsychologisch enorm interessant, den sie untersucht.

00:04:51: nicht primär Produktivität.

00:04:53: Nicht technische Leistungsfähigkeit!

00:04:57: Nicht Effizienzsteigerung sondern psychisches Wohlbefinden Stress kognitive Belastung emotionale Reaktionen also genau jene Dimensionen die in technologischen Zukunfts Diskussionen oft erstaunlich unsichtbar bleiben Und die Ergebnisse sind bemerkenswert.

00:05:20: Die Studie zeigt, Kobots können körperliche Belastung tatsächlich reduzieren weniger repetitive Bewegungen, weniger monotone Hebearbeit, weniger physische Ermüdung.

00:05:34: Doch gleichzeitig entstehen neue psychologische Anforderungen.

00:05:39: Und genau hier beginnt die eigentliche Spannung, denn technologische Entlastung bedeutet nicht automatisch psychologischen Entlastungen.

00:05:52: Vielleicht liegt genau darin eines der großen Missverständnisse moderner Automatisierung?

00:05:59: Den häufig wird angenommen, wenn Maschinen Arbeit übernehmen müsste menschliche Belastung doch sinken.

00:06:07: Doch Belastungen verschwindet nicht einfach!

00:06:12: Sie verändert ihre Form.

00:06:14: Für war industrielle Belastungs oft körperlich sichtbar Schwere Bewegungen Lärm Hitze Monotone Muskelarbeit.

00:06:24: Die neue Belastung wirkt subtiler Aufmerksamkeit, Überwachung, Koordination, Unsicherheit, permanente Reaktionsbereitschaft.

00:06:38: Und genau deshalb verändert sich nicht nur Arbeit selbst sondern die psychologische Erfahrung von Arbeit.

00:06:46: hier eine weitere Minisszene Eine Mitarbeiterin arbeitet gemeinsam mit einem Kobot an einer Montageaufgabe.

00:06:59: Der Roboter arbeitet schnell, sehr schnell sogar.

00:07:03: Bauteile werden präzise weitergegeben.

00:07:06: Greifbewegungen laufen Sekunden genau ab.

00:07:11: Anfangs wirkt das unterstützend.

00:07:13: Doch langsam beginnt sich der Rhythmus zu verschieben – nicht mehr der Mensch bestimmt das Thema Po sondern die technische Taktung beginnt, den menschlichen Bewegungsfluss mit zu formen.

00:07:28: Die Mitarbeiterin versucht mitzuhalten – nicht weil jemand Druck ausübt, nicht weil jemand sie antreibt sondern weil das System selbst ein bestimmtes Tempo vorgibt.

00:07:42: und irgendwann entsteht ein subtiler psychologischer Druck?

00:07:47: Nicht laut!

00:07:48: Nicht offensichtlich aber konstant präsent.

00:07:53: Die Studie zeigt, dass genau solche Faktoren biologische Belastung verstärken können – zum Beispiel hohe Geschwindigkeit des Kobots, komplexe Aufgaben, geringe Vorhersagbarkeit, räumliche Nähe zwischen Mensch und Maschine, schlechte Systemtransparenz, unklare Interaktionsabläufe.

00:08:18: Und vielleicht ist genau das entscheidend.

00:08:21: Menschen reagieren psychologisch nicht nur auf Arbeit selbst, sondern auch auf Kontrollierbarkeit, auf Vorhersagbarkeit – auf das Gefühl eine Situation mental stabil erfassen zu können!

00:08:37: Wenn dieses Gefühl schwindet steigt psychologische Belastung.

00:08:42: Besonders interessant ist, dass die Studie immer wieder auf Kognitive Workload verweist.

00:08:49: Also auf kognitive Arbeitsbelastung.

00:08:53: und vielleicht klingt dieser Begriff zunächst relativ technisch, doch arbeitspsychologisch beschreibt er etwas sehr alltägliches.

00:09:02: Nämlich wie viel mentale Energie benötigt wird um eine Situation stabil zu bewältigen?

00:09:09: Wie viel Aufmerksamkeit nötig ist?

00:09:12: Wie viele Informationsverarbeitung?

00:09:15: Wieviel Koordination?

00:09:18: Wieviele gleichzeitiges Denken.

00:09:20: Und genau hier verändern Kobots industrielle Arbeit fundamental, den plötzlich reicht körperliche Ausführung allein nicht mehr aus.

00:09:31: Arbeit wird zunehmend beobachtend, koordinierend überwachend, antizipierend.

00:09:38: Mit anderen Worten – Industiarbeit beginnt sich zu kognitivieren!

00:09:46: Liebe Community Hier lohnt sich eine wichtige Beobachtung.

00:09:51: Die Studie zeigt, dass viele bisherige Untersuchungen oft nicht in realen Produktionsstädten stattfanden sondern in Laborumgebungen häufig mit Studierenden oder Forschenden stattmit Industriearbeitenden.

00:10:10: und genau das ist interessant denn reale Organisation bestehen nicht nur aus Technik sondern aus Zeitdruck, Schichtbetrieb, Hierarchien, Leistungserwartungen und Sicherheit sozialen Dynamiken.

00:10:26: Mit anderen Worten psychologische Belastung entsteht nie isoliert durch Technologie, sondern immer in Zusammenspiel mit organisationalen Bedingungen – hier eine weitere Minisszene!

00:10:45: Ein Unternehmen führt kollaborative Robotik ein, die Präsentationen klingen überzeugend.

00:10:51: Mehr Effizienz mehr Präzision weniger körperliche Belastung Modernisierung Innovation.

00:11:00: Die Mitarbeitenden reagieren zunächst offen Neugierig teilweise sogar begeistert.

00:11:07: doch einige Wochen später verändet sich etwas nicht dramatisch kein offener Widerstand keine großen Konflikte, sondern eher kleine Verschiebungen.

00:11:19: Einige Mitarbeitende kontrollieren die Maschine ständig doppelt.

00:11:23: andere wirken angespannter einige vermeiden bestimmte Arbeitsstationen andere sprechen auffallend häufig darüber ob das System wirklich sicher sei.

00:11:35: und genau hier zeigt sich etwas Wichtiges.

00:11:38: Technologische Systeme wirken nie nur funktional, sie wirken immer auch emotional.

00:11:46: Besonders spannend ist das Menschen beginnen Kubots Sozial wahrzunehmen – nicht einfach als Werkzeug, nicht einfach aus Maschine sondern fast als Interaktionspartnerin.

00:12:02: Mitarbeitende sprechen plötzlich über den Roboter wie über einen Kollegen einer Kollegin.

00:12:09: Er war heute langsam, sie hat was falsch gemacht oder falsch reagiert er arbeitet unzuverlässig und so weiter.

00:12:19: Und genau hier beginnt eine Arbeits- und Organisationspsychologisch hochinteressante Verschiebung Denn sobald Maschinen sozial interpretiert werden, verändert sich auch Erwartung, Vertrauen, Unsicherheit, Verantwortung.

00:12:38: Vielleicht liegt genau hier eine der größten Herausforderungen von Industrie Fünf Punkt Null?

00:12:45: Denn Industrie fünf Punkt Nulle spricht interessanterweise sehr stark vom Human Centricity!

00:12:53: also davon, Technologie an Menschen auszurichten.

00:12:57: Doch genau das ist deutlich anspruchsvoller als es in Strategie-Papiere hinein klingt.

00:13:04: Den menschenzentrierten Technologien bedeutet nicht nur sichere Systeme sondern auch psychologisch verstehbare Systeme vorhersagbare Systemen vertrauenswürdige Systeme.

00:13:17: Systeme die Menschen nicht permanent in subtile Überforderung versetzen.

00:13:21: hier noch eine letzte Minisszene.

00:13:28: Eine hochmoderne Fabrik sauber, leise digitalisiert.

00:13:34: Menschen und intelligente Maschinen arbeiten Seite an Seite.

00:13:39: Von außen wirkt alles optimiert fast reibungslos.

00:13:43: Doch unter dieser technischen Oberfläche verändert sich gerade etwas tieferes.

00:13:49: Die Rolle menschlicher Arbeit verschiebt sich Weniger Muskelkraft mehr Aufmerksamkeit, weniger reine Ausführung, mehr Überwachung, weniger körperliche Ermüdung.

00:14:03: Mehr mentale Daueranspannung.

00:14:07: und vielleicht liegt genau darin die eigentliche Transformation moderner Arbeitswelten nicht darin dass Menschen verschwinden sondern darin das sich die psychologische Struktur von Arbeit verändert.

00:14:25: liebe Community Vielleicht ist genau das die wichtigste Erkenntnis dieses Studie.

00:14:31: Die Zukunft der Arbeit entscheidet sich nicht nur daran, wie intelligent Maschinen werden sondern daran wie arbeits- und organisationspsychologisch gestaltbar diese Zusammenarbeit bleibt!

00:14:46: Dem.

00:14:46: möglicherweise stehen wir gerade an einem Punkt, an dem sich industrielle Arbeit grundlegender verändert als es viele aktuelle Technologiediskussionen sichtbar machen.

00:14:58: Nicht nur technologisch sondern eben auch arbeits- und organisationspsychologisch.

00:15:05: Über Jahrzehnte hinweg war industriell Arbeit stark über körperliche Belastung definiert Kraft, Routine Wiederholung, physische Präzision.

00:15:18: Doch nun verschiebt sich etwas – die Belastung verschwindet nicht einfach!

00:15:23: Sie wandert von den Muskeln hin zur kognitiven Aufmerksamkeit, von körperlicher Ermüdungen hin zu mentaler Dauerkoordination, von sichtbarer Belastungen hinzu subtiler Kognitiver Anspannung.

00:15:42: Und genau das macht diese Entwicklung so anspruchsvoll, denn körperliche Überforderung erkennt man relativ schnell.

00:15:50: Mentale Daueranspannung dagegen bleibt oft lange unsichtbar – sie äußert sich nicht sofort dramatisch sondern eher subtil in erhöhter Wachsamkeit, in mentalerer Schöpfung am Ende eines Arbeitstags in dem Gefühl, ständig aufmerksam bleiben zu müssen.

00:16:11: In einem Arbeitsmodus der kaum mehr echte kognitive Entspannung zulässt.

00:16:18: und vielleicht entsteht genau hier eine neue Form industrieller Belastung die organisational noch gar nicht vollständig verstanden wird.

00:16:27: Denn wenn Menschen dauerhaft mit intelligenten Systemen kooperieren Dann arbeiten sie nicht einfach nur mit Technologie.

00:16:37: Sie arbeiten zunehmend in einer Situation permanenter Anspannung, die Maschine reagiert der Mensch reagiert zurück Die Maschine passt sich erneut an Der Mensch korrigiert wiederum Und irgendwann entsteht ein Arbeitsmodus der weniger stabil wirkt als klassische industrielle Routinen Dynamischer flüssiger, aber auch psychologisch anspruchsvollener.

00:17:07: Liebe Community!

00:17:08: Vielleicht liegt genau darin eine der großen Paradoxien von Industry-Fünf.no?

00:17:15: Denn offiziell spricht diese Vision sehr stark von Human Sancticity vom Menschen im Zentrum technologischer Entwicklung.

00:17:23: doch In der Praxis könnte genau diese Entwicklung dazu führen, dass Menschen sich immer stärker an technologische Systeme anpassen müssen.

00:17:34: Nicht mehr nur körperlich sondern eben auch mental, kognitiv und emotional!

00:17:41: Und genau hier verschiebt sich auch die Rolle von Organisationen denn plötzlich reicht es nicht mehr Technologie einfach nur einzuführen.

00:17:50: Organisationen müssen beginnen, psychologische Belastungsarchitekturen mitzudenken.

00:17:57: Wie viel Aufmerksamkeit verlangt ein System?

00:18:00: Wie vorhersehbar verhält es sich?

00:18:03: Wie stark erzeugtes Dauerüberwachung?

00:18:07: Wie transparent sind Entscheidungen?

00:18:10: Wie kontrollierbar wirken Abläufe?

00:18:13: Wie viele mentale Regeneration bleibt überhaupt noch

00:18:16: möglich?!

00:18:17: Und vielleicht wird genau das zu einer der großen Führungsfragen der kommenden Jahre.

00:18:22: Nicht wie automatisieren wir möglichst viel, sondern wie gestalten hier Zusammenarbeit zwischen Mensch und intelligenter Maschine so dass der Mensch psychologisch langfristig stabil bleibt?

00:18:38: Denn genau hier entsteht eine neue Form organisationaler Verantwortung Für Bestand Arbeitsschutz primär darin, Menschen vor körperlichen Gefahren zu schützen.

00:18:50: Heute entstehen zunehmend Situationen in denen psychologische Belastung subtiler wirkt weniger sichtbar, weniger eindeutig aber möglicherweise langfristig ebenso relevant.

00:19:05: und vielleicht verändert sich dadurch auch, wie wir Produktivität verstehen.

00:19:10: Denn hochoptimierte Systeme wirken zunächst beeindruckend schneller präziser effizienter doch wenn Menschen dafür dauerhaft im Zuständen erhöht der kognitiver Anspannung arbeiten dann entsteht eine neue Frage Wie nachhaltig ist diese Form von Effizienz eigentlich?

00:19:31: Und genau hier wird die Arbeits- und Organisationspsychologie zentral.

00:19:37: Denn die eigentliche Herausforderung intelligenter Arbeitswelten besteht möglicherweise nicht darin, ob Maschinenintelligent genug werden, sondern ob Organisationen intelligent genug werden mit den psychologischen Folgen dieser Technologien umzugehen – liebe Community!

00:19:56: Vielleicht beginnt genau dort die eigentliche Reife von Industrie.

00:20:00: Fünf Punkt Null.

00:20:02: Nicht bei der Maschine, sondern beim Verständnis des Menschen innerhalb soziotechnischer Systeme?

00:20:12: Liebe Community!

00:20:13: Das war Denkstoff Kompakt – kurz im Bulse zu Psychologie in digitalen Wandel.

00:20:19: Mein Name ist Clemente Minonne.

00:20:22: Vielen Dank fürs Zuhören und bis zur nächsten Episode vom Denkstoff KompakT.

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