13. Episode: Wenn Zusammenarbeit mit KI Unsicherheit erzeugt, und die Rolle der Führung

Shownotes

In dieser Episode von Denkstoff kompakt spricht Prof. Dr. Clemente Minonne über die Zusammenarbeit zwischen Mitarbeitenden und künstliche Intelligenz und darüber, warum diese Zusammenarbeit zugleich aktivierende und problematische Effekte haben kann. Auf Basis einer empirischen Studie zeigt er, dass Employee–AI Collaboration häufig zu AI Uncertainty führt, also zu Unsicherheit darüber, wie sich KI entwickelt, welche Aufgaben künftig automatisiert werden und welche Rolle Mitarbeitende selbst noch einnehmen werden. Diese Unsicherheit kann zwei unterschiedliche Reaktionen auslösen: Einerseits Job Crafting, also das aktive Anpassen und Weiterentwickeln der eigenen Arbeit, andererseits Knowledge Hiding, also das bewusste Zurückhalten von Wissen. Entscheidend ist dabei die Rolle der Digital Leadership: Führungskräfte mit digitaler Orientierung können Unsicherheit so rahmen, dass daraus eher Lern- und Gestaltungsprozesse entstehen als defensives Verhalten. Sein persönliches Fazit: KI verändert nicht nur Prozesse, sondern erzeugt Unsicherheit, und Führung entscheidet darüber, ob daraus Anpassung und Lernen oder Rückzug und Wissensverstecken entstehen. Quelle: Liang, Y., Yang, M., & Wu, T.-J. (2025). Double-edged sword effect of employee–AI collaboration: The role of AI uncertainty and digital leadership. Leadership & Organization Development Journal. https://doi.org/10.1108/LODJ-08-2024-0553

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